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Duration bei Anleihen

Die Duration stellt die wahrscheinlich am häufigsten berechnete Anleihenkennzahl dar. Vor allem institutionelle Anleger, welche ihre Depotzusammenstellung nach Bestimmungen und Zielen ausrichten müssen, setzten auf die Ermittlung der Duration.

Die Duration ist einfach ausgedrückt lediglich eine Kennzahl zur Risikobeschränkung. Sie misst das größte Risiko, welches Anleihen, wenn man das Emittentenrisiko vernachlässigt, ausgesetzt sind – nämlich das Zinsänderungsrisiko. Aufgrund ihrer Berechnung und der daraus resultierenden Aussagekraft ist sie vor allem für die Veranlagungsplanung von enormer Bedeutung. Einfach beschrieben stellt die Duration jenen Zeitpunkt dar, zudem die Anleihe gegen Zinsänderungen immun ist. Das bedeutet, dass zu jenem Zeitpunkt auch ein fixer Wert ermittelt werden kann. Anhand dieses Wertes kann  man planen.

Die Duration kann man sowohl für einzelne Anleihen sowie auch für ein gesamtes Anleihenportfolio ermitteln. Anhand ihrer Aussagekraft kann man ein Portfolio gezielt steuern.

Bei der Ermittlung der Duration kann man auf verschiedene Verfahren zurück greifen. Will man eine ganz genaue Berechnung wird man die Convexity in die Durationberechnung mit einbeziehen.  

Neben der herkömmlichen Duration gibt es auch noch andere Duration-Kennzahlen /-Maße, welche auf der Duration aufbauen. So gibt es zum Beispiel die Modified Duration. Die Modified Duration beschreibt das prozentuelle Zinsänderungsrisiko und gibt nicht wie die normale Duration lediglich den Zeitpunkt an. Weiters gibt es noch die Dollar Duration. Die Dollar Duration baut auf der Modified Duration auf und gibt im Gegensatz zu dieser nicht die prozentuelle sondern die absolute Änderung des Barwertes wieder.

Welche Ausprägung der Duration man berechnet, hängt vor allem von der eigenen Fragestellung ab. Welche Aussagekraft will man haben? Was will man ermitteln?


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